Bridging Keynote: Medical Devices mit Robotic Process Automation: ein Oxymoron?


Kernfrage: Können Prozess Automatisierungen mit Hilfe von RPA nutzenbringend bei technischen Medizingeräten eingesetzt werden?


Ausgangssituation: Das Thema RPA ist seit einigen Jahren in allermunde. Im Speziellen in der Finanzdiensteistungs-Branche und in weiteren Daten-getriebenen Branchen wird diese Technologie schon seit Jahren angewandt.  Aber kann diese Technologie auch für Medizingeräte gewinnbringend eingesetzt werden?

Herausforderung: Wie viele andere wollen auch Unternehmen in der MedTec Branche die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung nutzen, um die Potenziale der neuen Technologie zu nutzen und nicht hinter die Konkurrenz zurückzufallen. Leider sehen sich diese Unternehmen mit der Tatsache konfiniert, eine zum Teil über Jahre gewachsene Legacy Code Base zu aktualisieren, was gerade in der stark regulierten MedTech Branche eine gewaltige Herausforderung darstellt.

Klassische Robotic Process Automation und Medizingeräte galten lange als nicht kombinierbar. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, angefangen von zu erfüllenden Regularien, über immer noch in Betrieb befindliche Legacy Systeme, Sicherheits- und Risikoaspekte, sowie häufig offline betriebenen Systemen.

Dennoch ist mittlerweile klar, dass Robotic Process Automation auch bei Legacy Systemen mit alter Code-Basis gewinnbringend eingesetzt werden kann und Vorteile wie schnellere Maschinenwartung oder automatisierte Inbetriebnahme mit sich bringen kann.

Viele Unternehmen hegen deshalb den Wunsch, ihre Produkte, die bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz sind, mit Automatisierung effizienter zu machen. Diese Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, die Code Basis nicht anzugreifen, um bspw. eine Rezertifizierung der FDA zu vermeiden (IDVR) aber dennoch die Software zur Automatisieren um sie effizienter zu machen.

Ziel: Der Vortrag zeigt anhand eines konkreten Projektbeispiels, wie die Robotic Process Automation (RPA) und die stark regulierte Medizinwelt miteinander kombiniert werden können, und dass sich RPA und  die Anwendung bei Medizingeräte nicht ausschließen, sondern sich sogar ergänzen.

Es wird erklärt, wie man auf etablierten Medizingeräten Prozess-Automatisierung nutzen kann, ohne dafür die vorhandene Code-Basis zu verändern. Dadurch können bspw. Use Cases wie das hoch- und runterfahren ganzer Anlagen automatisiert werden.

Wie diese Transformation von manuellen, klassisch betriebenen Systemen hin zu einem mit RPA komplett automatisierten Laborgerät funktionieren kann, wird anhand von Best Practices beantwortet.

Referent: Sebastian Wirmann und Sebastian Appel, Erni Deutschland GmbH

Sebastian Wirmann, MedTech Requirements Engineer

B.A. in “Wirtschaft u. Management”  Langjährige Erfahrung in der Rolle als Medtech Requirements Engineer in verschiedenen Software Projekten. Heute mehr als 10 Jahre Erfahrung in stark regulierten Branchen in unterschiedlichen Rollen (Requirements Engineer, Product Owner, Account Mangement).

Zertifikate: Professional Scrum Product Owner, PRINCE2 Practitioner, Professional Scrum Master, Certified SAFe 5 Agilist


Sebastian Appel: Senior Consultant

B.A. in “Kommunikationsmanagement”
Hoher Erfahrungsgrad in verschiedenen Rollen im Bereich der Medizintechnologie: Projektleitung, Prozessanalyst, RPA Berater und Scrum Master. Experte in Prozessoptimierung und Prozessautomatisierung durch RPA, mit mehr als 10 Jahren branchenübergreifender Erfahrung in agilen IT Projekten.

Zertifikate: Professional Scrum Product Owner, Professional Scrum Master, Certified SAFe 5 Agilist, ISTQB Certified Tester

Key Facts

Themengebiet: Digitalisierung in der Medizintechnik

Zielgruppe: Technische Leitung Medtech, R&D Medtech, Fachexperten System Engineering

Anspruch: Einsteiger

Schlüsselwörter: Robotic Process Automation, Medizintechnik, Embedded Software, Medizin 2.0

Datum und Uhrzeit: 12. Mai 2022, 11 Uhr 15 bis 11 Uhr 45

Raum: Plenum

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