Entwicklung einer Medical App oder DiGA – eine Medaille hat immer zwei Seiten

Warum lohnt es sich, schon vor der Entwicklung einer Medical App oder einer digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) den Gesamtprozess von der Idee bis hin zum Verkauf bzw. zur Verschreibung der Software durch den Arzt im Blick zu haben?
Wie bei einer Medaille müssen zwei Seiten betrachtet werden. Neben den offensichtlichen Fragen nach der Zielgruppe und dem beabsichtigten Nutzen der Software sind weitere Aspekte relevant für eine erfolgreiche App: Wie viele Lizenzen kann ich später verkaufen? Wie barrierefrei kann und muss die App sein? Was steht im Businessplan dazu?

Außer der offensichtlich geforderten normenkonformen Entwicklung einer Medical App als Medizinprodukt und der eventuellen Zulassung als DiGA gibt es eine Vielzahl weiterer Schritte im Gesamtprozess, die Einfluss auf die Produktplanung haben. Diese bestimmen den Intended Use, die Usability und letztlich den zu erwartenden Return of Investment. Hier bedarf es neben der Risikobetrachtung im Hinblick auf die Sicherheit des Medizinprodukts noch einer zweiten Risikobetrachtung – nämlich um das Geschäftsmodell der App abzusichern. Treten risikoreiche Faktoren erst während Entwicklung der App in den Vordergrund, so ist das Re-Engineering von Requirements aufwändig und der Marktzugang verzögert sich.

Thomas Franke, Key Account Manager und Consultant bei der der infoteam Software AG, beleuchtet in seinem Vortrag die einzelnen Schritte im Gesamtprozess der Medical-App- und DiGA-Entwicklung, stellt die Kosten der einzelnen Schritte und deren Einfluss auf die Softwareentwicklung dar und sorgt so dafür, dass Sie sich nicht nur auf eine halbe Medaille verlassen.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

  • Parameter für die effiziente Abstimmung von Entwicklungs- und Produktlifecycle für Medical Apps
  • Verständnis der „Sonderform“ Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) und ihrer spezielleren Regulatorik
  • Abbildung von Entwicklungs-, Evaluations- und Markzugangskosten im Businessplan

Referenten: Thomas Franke, infoteam Software AG und Ralph Lägel, inav GmbH

Thomas Franke, Dipl. Wirtschaftsinformatiker (FAU Erlangen) und M.Sc. IT Healthcare (Donau-Univ./ Johner Institut) ist seit 2019 bei der infoteam Software AG als Key-Account-Manager und Consultant für LifeScience/Healthcare und berät bei der konformen Entwicklung von Medizinischer SW in Fragen der Regulatory Affairs und Cybersecurity. Er etablierte bei infoteam die neue Geschäftseinheit Cybersecurity und unterstützt aktuell mehrere Firmen bei der umfänglichen Berücksichtigung von passenden Maßnahmen gegen Attacken und Verunreinigungen. Sein Fokus liegt dabei auf Medizinischen Apps, die als DiGA zugelassen werden sollen.

Ralph Lägel, MBA studierte Medizin und Psychologie an der Universität Leipzig und absolvierte seinen Executive Master of Business Administration in Healthcare Management an den Universitäten Salzburg, Marburg und Trier. Seine berufliche Laufbahn brachte ihn in Führungs- und Strategiefunktionen an Universitätskliniken, Therapiezentren, Ärztenetze, pharmazeutische Unternehmen und in die private Gesundheitswirtschaft. Besondere Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren dabei Therapiemanagement, IT, Produktmanagement, Gesundheitspolitik und Market Access sowie in den letzten Jahren auch die Arbeit mit Startups und der Aufbau eines Incubators für ein internationales Großunternehmen. Inzwischen ist er Mitinhaber und Geschäftsführer eines Versorgungsforschungsinstitut (inav) und betätigt sich auch als Business Angel (Cap4Health GmbH & Co. KG).

Ralph Lägel ist seit vielen Jahren im Vorstand des Bundesverbandes Managed Care e.V. (BMC) und leitet verschiedene Arbeitsgruppen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von innovativen, digital unterstützten Versorgungskonzepten, dem Versorgungsmanagement sowie der strategischen Beratung zu den Aspekten der Digitalisierung und des Marktzugangs für digitale Produkte im Gesundheitswesen. Darüber hinaus ist er Mitautor und Mitherausgeber vieler Publikationen zu verschiedenen der vorgenannten Themenkreise.

Key Facts

Themengebiet: MedApps und DiGA

Zielgruppe: Interessenten an Medical Apps, die eventuell auch als DiGA zugelassen werden sollen, Softwareentwickler für Software als Medizinprodukt, Projektleiter/-verantwortliche für ein Projekt zur Erstellung einer Medical App

Anspruch: Einsteiger und Fortgeschrittene

Schlüsselwörter: Entwicklung von medizinischen Apps/ DiGA, Businessplan, Usability, Klinische Evaluation

Datum und Uhrzeit: 11. Mai 2022, 14 Uhr 15 bis 15:00

Raum: Paris

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