SmartSearch: Wie der Rechenaufwand von Simulatoren als Datenquelle beherrschbar wird

Die Entwicklung von KI-Anwendungen fußt auf erheblichen Datenmengen, die für das Training der Modelle und für deren Validierungen benötigt werden. Eine Möglichkeit diese Datenmengen zu gewinnen, besteht in der Verwendung von Simulatoren, die als Datenquelle verwendet werden können, wenn sie nachweislich qualitative Daten hervorbringen. Geeignete Simulatoren sind oftmals durch einen Detailgrad charakterisiert, der die Berechenbarkeit einer vollumfänglichen Abtastung des Parameterraums ausschließt und somit den Simulationsansatz als Datenquelle im Keim erstickt. Eine Abhilfe zu diesem Problem lässt sich in der Automobilindustrie finden: Hier sind Systematiken in der Lage, in einer Fülle von existierenden Datensätzen diejenigen zu identifizieren, die in Bezug auf den untersuchten Anwendungsfall tatsächlich relevant sind. Die Systematiken sind in einem Framework namens SmartSearch implementiert, in das sich Simulatoren aus der Medizintechnik problemlos integrieren lassen. Auf diesem Weg lassen sich diejenigen Parameterkonstellationen identifizieren, die den Simulator in Zustände versetzen, die für die Entwicklung der medizinischen Anwendung signifikant sind.

 

Was lernen die Teilnehmer in dem Vortrag:

Auf welche Art und Weise Simulatoren für medizinische Anwendungen eingesetzt werden können und dabei die enormen Datenmengen, die bspw. bei der Entwicklung von KI-Anwendungen zu generieren sind, beherrschbar zu machen.

 

Referenten: Moritz Petry und Dr. Moritz Killat, Business Unit Medical Systems Engineering, ITK Engineering GmbH

Moritz Petry ist im Geschäftsbereich Medizintechnik bei der ITK Engineering GmbH tätig. Als Entwicklungsingenieur mit dem Fokus auf künstliche Intelligenz entwickelt er komplexe Algorithmen für medizinische Systeme und berät zur Optimierung von neuronalen Netzen sowie zur Datenstrategie und -analyse. Davor hat er seinen Bachelor in Medizintechnik in Villingen-Schwenningen absolviert sowie seinen Master an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen im Bereich der medizinischen Bild- & Datenverarbeitung abgeschlossen.

Dr. Moitz Killat ist seit 2010 bei der ITK Engineering GmbH im Bereich der Medizintechnik beschäftigt. Von der Softwareentwicklung kommend, entwickelte sich sein Schwerpunkt in Richtung regulatorischer Fragestellungen. Heute ist Moritz Killat mit seinem Team für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des eigenen ISO 13485 Systems verantwortlich und berät die eigenen Projektteams hinsichtlich einer regulatorisch konformen Entwicklung. Seit 2017 ist Moritz Killat Mitglied des Fachausschusses für Software in der Medizintechnik des VDIs.

Key Facts

Themengebiet: VDI-Track

Anspruch: Fortgeschrittene

Schlüsselwörer: Simulationen, Entwicklung von KI-Anwendungen

Datum und Uhrzeit: 21. Oktober 2021, 15:50 bis 16:35

Raum: Wien/Athen

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