Spieltheorie und Medizintechnik

Was hat Spieltheorie mit Medizintechnik zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Die Spieltheorie befasst sich mit der Frage, wie Menschen in sozialen Konfliktsituationen Entscheidungen treffen bzw. welche Entscheidungen rational sinnvoll sind. Bei einem „Spiel“ geht es darum, die anderen Spieler einzuschätzen und sich auf deren antizipiertes Verhalten einzustellen. Wir kennen das vom Schachspiel. Je mehr Züge man vorausberechnen kann, desto besser sind die Gewinnchancen.

Tatsächlich lassen sich viele Alltagssituationen als Spiel darstellen. Berühmte Beispiele sind das „Gefangenendilemma“ oder der „Kampf der Geschlechter“. Auch das Verhältnis von Anbieter und Konkurrenz mit den daraus resultierenden strategischen Entscheidungen ist ein „Spiel“ im Sinne der Spieltheorie. Gesetzt den Fall, mein Hauptkonkurrent agiert in einer gewissen Art und Weise, wie sollte ich sinnvollerweise als Anbieter reagieren und was folgt daraus für meinen Umsatz? Eine Frage, die sehr wohl in der Medizintechnik relevant ist…

Wie wäre es, wenn wir das Verhalten von Auditoren antizipieren könnten? Erlaubt die Spieltheorie eine Prognose, wie sich die MDR auf Qualitätssicherung und Dokumentation von Produkten durch die Hersteller auswirken wird? Wie agieren wir selbst in einem Spiel? Verhalten wir uns rational?

Solche und ähnliche Fragen werden in dieser „spielerischen“ Keynote beantwortet.

Anne Kramer
Anne Kramer

Dr. Anne Kramer promovierte 1995 in Physik an der Université Joseph Fourier (Frankreich). Sie begann ihre berufliche Laufbahn als...

60 Minuten Keynote

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20. Oktober


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Raum "Plenum"

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